
5 Min. Lesezeit
Vom Parkplatz zum Mobility Hub im Unternehmen
Parkplatz, Poolfahrzeuge, Rad und Ladesäule sind oft schon da, greifen aber selten ineinander. So wird daraus ein Mobility Hub.
Webinar am 29. Oktober: Die ersten Schritte zu effizientem Mobilitäts- und Ressourcenmanagement
Jetzt anmeldenMobilitätsbudget 2027 planen? Mit 7 Fragen siehst du, wo du bei Parkplätzen und Verwaltung sparen kannst.
Checkliste holenFür viele bedeutet die Fahrt zur Arbeit Stress. Das gilt vor allem dann, wenn Staus oder unvorhergesehene Verspätungen im Zugverkehr die Fahrt zusätzlich verlängern. Noch frustrierender ist es für viele Pendler:innen, dass Autofahren aufgrund steigender Benzinpreise immer teurer wird. Ride Sharing, d. h. sich zur und von der Arbeit ein Auto zu teilen, macht vieles einfacher. Es ist nicht nur ein Instrument, um Kosten zu sparen und die Mitarbeitermobilität zu fördern, sondern fördert auch das Arbeitsklima und die Produktivität. In diesem Artikel erfährst du, wie Ride Sharing im Unternehmen zur Mitarbeitermobilität beiträgt, wie es im Unternehmenskontext funktioniert und welche rechtlichen Aspekte für Ride Sharing gelten.

Ride Sharing bezeichnet die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen für den Transport, wobei diese gemeinsame Nutzung entweder privat oder über Plattformen organisiert werden kann. Das spart nicht nur Kosten, sondern macht die Fahrten zudem zu einer sozialen Aktivität. Obwohl Mitfahrgelegenheiten sicher schon existieren seit es das Auto gibt, hat das Ride Sharing seinen virtuellen Anfang im Jahr 2001 genommen, als eine Gruppe deutscher Studenten das Portal mitfahrgelegenheit.de gründete – heute auch als BlaBlaCar bekannt.
Österreich plant, bis 2040 klimaneutral zu werden. Da nachhaltige Mobilität ein großes Thema des Umweltschutzes ist, hat das Klimaschutzministerium einen Mobilitätsmasterplan ins Leben gerufen. Eine Strategie im Rahmen dieses Planes ist die Sharing Strategie im Personen-Mobilitätsbereich, die unter anderem Sharing im Betrieblichen Mobilitätsmanagement anstrebt und den Aufbau von Sharing-Maßnahmen in Unternehmen unterstützt.
Im Unternehmenskontext bedeutet Ride Sharing nichts anderes als im privaten Kontext: Mitarbeiter:innen bilden gemeinsam Fahrgemeinschaften, um Kosten zu senken, CO2-Emissionen zu verringern und unter Umständen leichter einen Parkplatz zu finden. Unternehmen unterstützen Ride Sharing oft, denn es kann helfen, die Mitarbeitermotivation und das Arbeitsklima zu fördern.
Die Begriffe rund um Mobilitätslösungen sind vielfältig und es ist nicht immer einfach, sie voneinander abzugrenzen. Viele verwenden einige der Begriffe als Synonyme, obwohl sie doch unterschiedliche Dinge meinen.
Sehen wir uns die Begriffsdefinitionen von Mobilitätslösungen genauer an:
Zahlreiche Unternehmen nutzen Ride Sharing bereits für sich. Wie funktioniert aber Ride Sharing im Unternehmenskontext und welche Herausforderungen bringt es mit sich?

Ride Sharing im Unternehmen ist immer dann sinnvoll, wenn einige Mitarbeiter:innen ein ähnliches Fahrtziel und ähnliche Arbeitszeiten haben. Unternehmen, die schlecht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind und viele Mitarbeiter:innen beschäftigen, profitieren am meisten von Ride Sharing Initiativen.
Trotz der Praktikabilität kann die Implementierung des Ride Sharings einige Herausforderungen mit sich bringen. Dabei geht es vor allem um die optimale Koordination und Streckenplanung, um die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens und um Bedenken zum Datenschutz.
Ride Sharing bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile, die sich positiv auf Produktivität, Mitarbeiterzufriedenheit, das Arbeitsklima und Nachhaltigkeit auswirken:
Studien, wie jene der University of California in Berkeley, zeigen, dass Ride Sharing die Motivation und Produktivität von Mitarbeiter:innen steigert. Zufriedene Mitarbeiter:innen bleiben länger im Unternehmen. Unsere Interviews mit Mitarbeiter:innen in Ried bestätigen:
Ein Nachteil ist, dass Autofahrer:innen ein Stück ihrer Flexibilität aufgeben müssen, da sie sich stärker an andere anpassen. Gleichzeitig gewinnen Mitfahrer:innen – besonders ehemalige Nutzer:innen öffentlicher Verkehrsmittel – oft an Flexibilität, da sie nicht mehr an Fahrpläne gebunden sind.
Lösung: Je mehr Personen am Ride Sharing teilnehmen, desto höher wird die Flexibilität. Ein breiteres Angebot an Fahrten erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, eine passende Verbindung zu finden.
Gerade in großen Unternehmen ist es nicht selbstverständlich, alle Kolleg:innen zu kennen. Gemeinsame Fahrten fördern den Austausch und das Kennenlernen der Mitarbeiter:innen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und führt zu einer besseren Teamdynamik. Auch das Unternehmen profitiert, wenn Mitarbeitende enger verknüpft sind, sich besser verstehen und effektiver zusammenarbeiten.
Für Unternehmen bietet Ride Sharing die Möglichkeit, aktiv zur Reduktion von CO2-Emissionen beizutragen. Dies verbessert nicht nur die Umweltbilanz, sondern auch das Unternehmensimage, da die Maßnahmen sowohl der Umwelt als auch den Mitarbeiter:innen zugutekommen.
Herausforderungen und Lösungen:
Lösung: Eine hohe Beteiligung der Mitarbeitenden steigert die Wahrscheinlichkeit, passende Fahrten auch bei unterschiedlichen Arbeitszeiten zu finden.
Lösung: Kommunikation ist der Schlüssel. Das Thema muss regelmäßig und kreativ angesprochen werden, etwa durch Gewinnspiele, Challenges oder die greifbare Darstellung der CO2-Reduktionen oder Kosten.
Ride Sharing reduziert den Stress, der durch verspätete öffentliche Verkehrsmittel oder das Pendeln mit dem eigenen Auto entsteht. Gleichzeitig sind während der Rush Hour weniger Fahrzeuge unterwegs, was zu weniger Staus und einem besseren Verkehrsfluss führt.

Um das Ride Sharing im Unternehmen zu initiieren, sind einige Schritte zu befolgen. Dazu gehört unter anderem die Ermittlung des Bedarfes:
Ist der Bedarf einmal ermittelt und es steht fest, dass sich das Ride Sharing für das Unternehmen lohnt, kann eine App bzw. Plattform für Ride Sharing eingeführt werden. Mitarbeiter:innen werden im Umgang mit der App geschult und können (sich für) geeignete Fahrten anmelden. In vielen Fällen gibt es zum Projektstart eine Pilotphase noch bevor die eigentliche Implementierung der App beginnt.
Die Ride Sharing-Funktion von FluidLife ist eine praktische Mobilitätslösung für Unternehmen, die Ride Sharing in ihrem Unternehmen anbieten möchten. Das Besondere daran: Mit der FluidLife Mobilitäts-App können Unternehmen ganz individuell über die Benefits entscheiden und ein unternehmensspezifisches Mobilitätsregelwerk erstellen. FluidLife bietet die Plattform dafür:
So können hier etwa Fahrten angelegt und gebucht werden, es kann nach spezifischen Communities gefiltert werden, es lassen sich Suchagenten für Routen anlegen, Push-Benachrichtungen einrichten und zwischen Einzel- oder Rundfahrten wählen. Auch lassen sich Routinefahrten anpassen oder pausieren. Die App verfügt außerdem über Punkteprogramme und Benefits für Mitarbeiter:innen.
Ride Sharing lässt sich mit FluidLife einfach und unkompliziert in die Mobilitätsstrategie einbinden. Neben der Ride Sharing-Funktion, bietet FluidLife zudem weitere Tools zur Implementierung von Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit wie die Ressourcenteilung und das Monitoring der Maßnahmen durch CO2-Reporting.
Welche rechtlichen Ride Sharing Aspekte sind im Unternehmen zu beachten und welche Versicherungen greifen wann? Fallen manche Versicherungen weg, wenn Mitarbeiter:innen sich ein Auto teilen?

Die Domino App ist eine innovative Mobilitätslösung für Fahrgemeinschaften, die während des Forschungsprojekts »Domino« (2019-2023) entwickelt wurde. Ziel der App ist es, nachhaltige Mobilität zu fördern und CO2-Emissionen zu reduzieren. Geführt wird die innovative App vom ÖAMTC OÖ, der FH Oberösterreich und Fluidtime; finanziert wird sie durch das Infrastruktur-Ressort Oberösterreich.
Die Domino Mitfahr-App kann von jedem kostenlos genutzt werden: Einfach die App herunterladen, registrieren und sofort Fahrten anbieten oder Mitfahrgelegenheiten buchen. Die eingestellten Fahrten sind für alle Domino-Nutzer:innen sichtbar und buchbar. Für Organisationen, Unternehmen oder Regionen, die exklusive Fahrgemeinschaften schaffen möchten, besteht die Möglichkeit, eine kostenpflichtige geschlossene Community zu erstellen, die u.a. folgende Vorteile hat:

Die Domino App basiert auf der White-Label-Lösung FluidLife und wurde von der Fluidtime Data Services GmbH entwickelt. Die App vereint zahlreiche Funktionen, um Mobilität einfach und nachhaltig zu gestalten:
Die Domino App unterstützt ihre Nutzer:innen dabei, verschiedene Verkehrsmittel flexibel zu kombinieren und so einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen zu leisten. Dank der umfassenden Funktionen eignet sich die App sowohl für den privaten als auch den beruflichen Einsatz – ob für Einzelpersonen oder geschlossene Communities.


Die Stadtgemeinde Ried hat eine eigene Domino-Community für Unternehmen in der Region geschaffen. Ziel ist es, den Verkehr in der kleinen Stadt zu reduzieren, die unter Problemen wie Staus, Parkplatzmangel und Lärmbelästigung leidet. Mit dieser Initiative können sich Mitarbeiter:innen von Unternehmen wie Löffler, TEAM 7, Fischer Sports, Wintersteiger, Raiffeisenbank oder dem Krankenhaus Ried einfach vernetzen, Fahrgemeinschaften bilden und Mitfahrgelegenheiten nutzen.
Durch die Nähe der Unternehmen zueinander erhöht sich die Chance, passende Mitfahrgelegenheiten zu finden. Die Stadtgemeinde Ried fungiert dabei als “Dach” der Community und unterstützt die Nutzung aktiv.
Dieses Mobilitätskonzept eignet sich besonders gut für Gewerbeparks oder Standorte, die nur eingeschränkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Eine Community wie “Gewerbepark Stadlau” könnte beispielsweise allen ansässigen Unternehmen ermöglichen, Fahrgemeinschaften innerhalb des Parks zu fördern, Staus zu vermeiden und die Mobilitätskosten zu senken.
Ride Sharing mit Mobilitätsmanagement-Tool: Die Implementierung von Ride Sharing im Unternehmen ist mit einem Tool wie FluidLife einfach. Die App bietet eine praktische Verwaltung von Fahrten, die Wahl zwischen Einzel- oder Rundfahrten, das Anlegen von Suchagenten und vieles mehr.
Steigerung der Mitarbeiterbindung: Mit Ride Sharing können Mitarbeiter:innen stressfreier zur und von der Arbeit pendeln. So sind sie zufriedener, motivierter und fühlen sich stärker an das Unternehmen gebunden.
Soziale Interaktion und Arbeitsklima: Gemeinsames Pendeln stärkt die Beziehungen zwischen Mitarbeiter:innen und sorgt so für ein besseres Arbeitsklima. Letztlich wird so eine höhere Produktivität und bessere Zusammenarbeit gefördert.
Nachhaltigkeit: Ride Sharing hilft, CO2-Emissionen zu reduzieren. So schont das Unternehmen nicht nur die Umwelt, sondern tut gleichzeitig etwas für ein positives Image.
Cookie-Einstellungen
Wir möchten Matomo nutzen, um die Zugriffe auf unsere Website auszuwerten, und Google Ads, um den Erfolg unserer Werbung zu messen. Du entscheidest, was du erlaubst, und kannst deine Auswahl jederzeit im Footer unter „Cookie-Einstellungen“ ändern. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.