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Elektromobilität hält zunehmend Einzug in Unternehmen. E-Dienstwagen und Elektro-Jobautos sind häufig schon Teil der Fuhrparks. Doch während die Fahrzeuge schnell moderner werden, hält die Ladeinfrastruktur in vielen Betrieben nicht mit. Für den Arbeitsalltag bedeutet das: Zu wenige Ladepunkte, unklare Regelungen zur Nutzung und blockierte Ladesäulen. So entsteht vor allem Frust bei Mitarbeiter:innen. Oft wird sogar die Motivation ausgebremst, überhaupt auf Elektromobilität umzusteigen.

Damit der Wandel zu nachhaltiger Mobilität gelingt, braucht es mehr als nur Ladesäulen. Ein intelligentes Konzept für die Nutzung muss zur Verfügung stehen. Genau hier setzt Shared Charging an. Dabei werden Ladepunkte flexibel geteilt, während eine klar strukturierte Koordination für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Gemanagt wird all das mithilfe digitaler Tools, die eine faire und effiziente Verteilung der Ladezeiten ermöglichen.

In diesem Artikel erfährst du, wie Shared Charging funktioniert, welche Vorteile es Unternehmen bietet und mit welchen Tools sich das Konzept einfach umsetzen lässt.

Was ist Shared Charging?

Shared Charging, d. h. geteiltes Laden, bedeutet, die Ladeinfrastruktur im Unternehmen als flexible Ressource zu betrachten, ähnlich wie Besprechungsräume. Statt Ladestationen festen Personen zuzuordnen, wird flexibel gebucht und fair geteilt. Dadurch kann das Lademanagement dynamisch und flexibel gehalten werden. Wer also Bedarf hat, reserviert eine Ladestation einfach digital über eine App oder eine digitale Plattform. So wird der Ladevorgang planbar und die Auslastung kontrolliert. 

Damit das Konzept des Shared Chargings funktioniert, braucht es klare Regeln und eine digitale Unterstützung. Wie funktioniert das? 

  • Ladezeit-Begrenzungen stellen sicher, dass vollgeladene Fahrzeuge Ladeplätze nicht länger als nötig blockieren. 
  • Reminder-Funktionen erinnern Nutzer:innen daran, ihr Fahrzeug nach Abschluss des Ladevorgangs rechtzeitig umzuparken. Bleibt es zu lange stehen, können je nach Regelung Strafgebühren, ähnlich wie bei öffentlichen Ladesäulen, anfallen.  
  • Zusätzlich können Prioritäten gesetzt werden, etwa um Dienstwagen vor Privatfahrzeugen zu laden oder Notfall-Ladevorgängen Vorrang vor Alltags Ladungen zu geben. 

Das Ergebnis dieser Maßnahmen ist eine flexible und gerechte Nutzung der Ladeinfrastruktur.

Smart Charging vs. Shared Charging: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Smart Charging und Shared Charging klingen ähnlich, bedeuten aber im Kontext der Ladeinfrastruktur unterschiedliche Dinge.

Smart Charging: Intelligentes Laden

Smart Charging konzentriert sich auf den Ladevorgang selbst: Zeitpunkt und Art der Ladung eines E-Autos werden dabei dynamisch an Faktoren wie Strompreis, Netzlast oder die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien angepasst. Ziel ist es, die Energie effizient zu nutzen, das Netz zu entlasten und gleichzeitig Kosten zu sparen. Technologien wie Lastmanagement, zeitversetztes Laden oder die Integration von PV-Anlagen und Batteriespeichern machen Smart Charging zu einem wichtigen Baustein der Energiewende und können zur Förderung der Nachhaltigkeit im Unternehmen beitragen. Das gilt vor allem dort, wo viele Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen.

Shared Charging: Geteilte Nutzung von Ladepunkten

Bei Shared Charging dagegen geht es nicht nur um die Zuweisung von festen Nutzer:innen, sondern vor allem um die bessere Planbarkeit und effiziente Nutzung der Ladeinfrastruktur – etwa auf Unternehmensparkplätzen oder in Wohnanlagen. Beispielsweise sind bei 50 Parkplätzen und 30 E-Autos häufig nur 10 Ladepunkte verfügbar.

In solchen Fällen sind flexible Lösungen notwendig, um Ladepunkte bedarfsgerecht zu organisieren. Über eine App oder Plattform können die Ladeplätze flexibel gebucht werden.   Reminder-Funktionen, Ladezeit-Begrenzungen und Priorisierungsregeln sorgen dafür, dass alle fair behandelt werden und Ladesäulen nicht unnötig blockiert werden. Der Fokus liegt auf Fairness, Transparenz und der maximalen Auslastung der vorhandenen Infrastruktur.

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Extratipp für Unternehmen:

Auf ein Lademanagement setzen, das beides miteinander verbindet. Shared Charging verwaltet die faire Organisation der Ladepunkte und Smart Charging die Energieeffizienz. So schaffen Unternehmen ein Lademanagement für E-Autos, das nachhaltig, skalierbar, kostensparend und zukunftssicher ist.

Vorteile von Shared Charging für Unternehmen und Mitarbeitende

Shared Charging ist eine gute Lösung für eine überlastete Ladeinfrastruktur. Daneben bringt es konkrete Vorteile für Unternehmen und ihre Mitarbeiter:innen. Jede Abteilung profitiert von einem Ladesystem, das flexibel funktioniert. 

  • Fair und effizient für alle
    Keine „First come, first serve“-Kämpfe mehr. Dank digitaler Reservierung wissen Mitarbeiter:innen genau, wann und wo sie laden können. Das sorgt für Planbarkeit und ein entspanntes Miteinander.
  • Effiziente Auslastung
    Ladepunkte werden wirklich genutzt. Reminder-Funktionen und Zeitlimits sorgen dafür, dass Ladesäulen nicht länger als nötig blockiert werden. Wer fertig geladen hat, macht Platz für das nächste Fahrzeug. 
  • Skalierbarkeit
    Shared Charging ist schon mit wenigen Ladepunkten startbereit und wächst mit dem Bedarf.  Der Vorteil? Unternehmen müssen nicht sofort große Investitionen vornehmen, sondern können die Infrastruktur schrittweise ausbauen. Gleichzeitig liefern digitale Tools wertvolle Daten zur tatsächlichen Nutzung.
  • Maximale Kosteneffizienz
    Unternehmen zahlen nur für das, was sie wirklich nutzen. Durch kontinuierliches Monitoring lässt sich erkennen, wie viele Ladepunkte tatsächlich benötigt werden. So werden unnötige Ausgaben und Leerstände vermieden.
  • Datenbasierte Entscheidungen
    Shared Charging liefert die nötige Transparenz, um fundierte datengestützte Entscheidungen zu treffen. Wo entstehen Engpässe? Welche Ladepunkte sind ausgelastet, welche nicht?

So gelingt die Umsetzung von Shared-Charging-Lösungen in der Praxis

Damit Shared Charging im Unternehmen funktioniert, sind nicht nur Ladesäulen erforderlich, sondern es muss auch ein durchdachtes Setup vorhanden sein. Unternehmen sollten sich frühzeitig mit den konkreten Anforderungen an geeignete Systeme auseinandersetzen – und sie sollten prüfen, welche Lösungen diesen Anforderungen entsprechen.

Anforderungen für Shared Charging Lösungen in Unternehmen

Am Markt existieren mittlerweile zahlreiche Anbieter für Shared-Charging-Systeme. Das beginnt bei spezialisierten Softwarelösungen und endet bei Komplettsystemen inklusive Hardware und Backend. Eine gute Shared Charging-Lösung muss sich nahtlos in die bereits bestehenden Prozesse integrieren lassen.

Diese Funktionen sind essentiell:

  • Digitale Buchungssysteme: Mitarbeitende können Ladezeiten vorab reservieren. 
  • Echtzeit-Übersicht der Ladepunkte: Nutzer:innen und Admins sehen, welche Säulen belegt, frei oder bald verfügbar sind.
  • Reminder- und Benachrichtigungsfunktionen: Erinnerungen helfen dabei, Ladesäulen nach dem Ladevorgang freizugeben – und sie verhindern unnötig blockierte Ladesäulen.
  • Ladezeit-Begrenzungen: Automatische Begrenzungen der Ladezeiten fördern eine gerechte Nutzung.
  • Nutzerprofile: Z. B. unterschiedliche Priorisierung für Dienstfahrzeuge, Gäste- oder Privatfahrzeuge.
  • Automatisierte Abrechnung & Zeit-Tracking: Für privat genutzte Ladezeiten oder individuelle Mobilitätsbudgets, bei Bedarf mit Nutzer- oder Fahrzeugzuordnung.
  • Schnittstellen zu bestehenden Systemen: Etwa zu IT- oder Zugangssystemen (z. B. Gebäudemanagement, HR oder Flottenverwaltung).
  • Skalierbarkeit und intuitive Bedienung: Die Lösung sollte mit dem Unternehmen mitwachsen und auch für Nicht-Techniker:innen einfach nutzbar sein.

Konkrete Nutzungsregeln für Shared-Charging-Lösungen

Selbst die beste Shared-Charging-Lösung funktioniert nur mit klaren und verbindlichen Regeln. Entscheidend ist, dass diese Regeln nicht nur definiert, sondern auch verständlich kommuniziert und im Geschäftsalltag umgesetzt werden.

Der erste zentrale Aspekt ist die Frage, wer wann laden darf und ob z. B. Dienstfahrzeuge priorisiert werden sollen. Ebenso wichtig ist es festzulegen, wie lange ein Fahrzeug an der Ladesäule stehen darf. Ladezeit-Begrenzungen und Erinnerungsfunktionen vermeiden unnötige Blockierungen. Auch die Frage, ob eine Reservierung verpflichtend ist, sollte im Vorfeld im Unternehmen geklärt werden. Verbindliche Zeitfenster schaffen Verlässlichkeit und verhindern Missverständnisse.

Damit das Shared-Charging-System im Unternehmen nahtlos funktioniert, lohnt sich eine Testphase. So können Prozesse im kleinen Rahmen ausprobiert und Optimierungen sofort vorgenommen werden. Regelmäßiges Feedback von Mitarbeiter:innen – etwa durch kurze Umfragen oder im Rahmen von Team-Meetings – gibt weitere Klarheit. 

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Extratipp:

Fahrgemeinschaften im Unternehmen vereinfachen ebenfalls vieles. Wie das konkret aussehen kann, zeigen wir im Beitrag Ride Sharing im Unternehmen.

Change Management als Erfolgsfaktor

Neue Systeme und Veränderungen im Betrieb stoßen häufig auf Widerstand. Das gilt auch für Shared Charging. Sorgfältiges Change Management kann bei der Einführung des Shared Chargings für mehr Akzeptanz unter Mitarbeiter:innen im Unternehmen sorgen. 

Das A und O ist eine klare interne Kommunikation. Diese Fragen sollte das Führungspersonal beantworten können: Warum wird Shared Charging eingeführt? Was genau verändert sich für die Mitarbeiter:innen? Wie profitieren sie davon im Alltag? Ganz klar: Transparenz schafft Vertrauen. 

Mitarbeiter:innen können zudem durch praktische Maßnahmen wie kurze Schulungen, eine interne FAQ-Seite oder ein Onboarding-Video, in dem das neue System Schritt für Schritt erklärt wird, in das Shared Charging eingewiesen werden. So gelingt allen ein reibungsloser Übergang zur neuen Ladeinfrastruktur.

Wie gelingt die Zukunft des Parkens?

Shared Charging mit FluidLife: So geht intelligentes Lademanagement

FluidLife bietet eine digitale Plattform für betriebliches Mobilitäts- und Ressourcenmanagement, inklusive Shared Charging. Die App fokussiert sich auf Ressourcen-Sharing: So werden auch Ladepunkte nicht fest vergeben, sondern wie andere gemeinsam genutzte Unternehmensressourcen flexibel verwaltet.

Mitarbeiter:innen können per App oder über die Weboberfläche in Echtzeit einsehen, welche Ladeplätze verfügbar sind und direkt reservieren. Reminder-Funktionen sorgen dafür, dass der Platz nach dem Ladevorgang rechtzeitig freigegeben wird. So wird die Infrastruktur effizient genutzt und unnötige Blockierungen werden vermieden.

Mitarbeiter:innen sehen in einer Ressourcenübersicht direkt in der Kalenderansicht der App, wann Ladepunkte verfügbar sind und können diese flexibel buchen. So lassen sich Ladevorgänge effizient planen. Für Unternehmen steht im Managementportal ein Dashboard zur Verfügung, das einen Überblick über Auslastung und Nutzung bietet. Damit erkennen Admin-Nutzer:innen schnell, ob Engpässe drohen und ob die vorhandene Infrastruktur dem Bedarf entspricht. Auf Basis dieser Daten lässt sich der Ausbau gezielt und bedarfsgerecht planen  und Investitionen richten sich nach dem tatsächlichen Nutzungsverhalten.

Mit FluidLife wird Shared Charging zur skalierbaren Lösung für Unternehmen. Sie ist damit Teil eines erfolgreichen Mobilitätskonzeptes. Mehr zu den Möglichkeiten findest du im Blogbeitrag zum betrieblichen Mobilitätsmanagement.

Fazit: Shared Charging als Schlüssel zur zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur

Shared Charging ist ein wichtiger Grundpfeiler für skalierbare und nachhaltige Elektromobilität am Arbeitsplatz. Unternehmen, die heute auf Shared Charging setzen, denken dabei schon an morgen: Sie vermeiden zukünftige Engpässe, sparen Investitionskosten und integrieren ein nachhaltiges System, das mitwächst. 

  • Shared Charging ermöglicht eine faire, flexible und effiziente Nutzung vorhandener Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
  • Unternehmen sparen Kosten, reduzieren Engpässe und erhöhen die Auslastung der Infrastruktur. Mitarbeiter:innen profitieren von einer hohen Planbarkeit.
  • Mit Tools wie FluidLife lässt sich Shared Charging ohne großen Aufwand umsetzen. Im Dashboard wird alles effizient verwaltet – Unternehmen haben so die volle Kontrolle. Sie können zudem mit FluidLife datengestützte Entscheidungen treffen, aufgrund derer sie ihre Ladeinfrastruktur weiter ausbauen können. 

In Kombination mit Smart Charging wird das Beste aus beiden Welten vereint. So wird nicht nur die Ladeinfrastruktur optimal verwaltet, sondern auch die Energie effizient genutzt. 

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