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Für das betriebliche Mobilitätsmanagement gibt es meist keine Lösung, die für alle Unternehmen gleichermaßen passt. Vielmehr ist es wichtig, flexibel zu bleiben und die Maßnahmen an den jeweiligen Standort, die örtlichen Gegebenheiten sowie die Lebensrealität der Mitarbeitenden anzupassen. Besonders der Vergleich zwischen urbaner und ländlicher Mobilität macht große Unterschiede deutlich: Während in der Stadt der öffentliche Verkehr gut ausgebaut ist, sind in ländlichen Regionen oft größere Entfernungen zu überwinden und das meist ohne regelmäßige Bus- oder Bahnverbindungen. Wie sich solche Herausforderungen meistern lassen, zeigen wir dir hier.

Warum Mobilitätsmanagement nicht überall gleich funktioniert

In vielen Städten sind Betriebe gut an die verschiedenen Viertel und Wohnorte ihrer Mitarbeitenden angebunden, sodass die Mobilität meist unkompliziert funktioniert. Auf dem Land gestaltet sich die Nutzung des öffentlichen Verkehrs hingegen oft schwieriger. Deshalb sind Fahrgemeinschaften dort besonders beliebt und sorgen für einen reibungsloseren Weg zwischen Zuhause und Arbeitsplatz.

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„Es ist nicht nur Stadt vs. Land – entscheidend ist die öffentliche Anbindung. Auch ein städtisches Unternehmen kann schlecht erreichbar sein.“ 

Lina Mosshammer, Managing Director & Co-Founder von POINT&

Doch der Standort allein entscheidet nicht über den Erfolg eines betrieblichen Mobilitätsmanagements. Selbst in urbanen Gebieten können Firmensitze schwer erreichbar sein, etwa aufgrund fehlender Verbindungen des öffentlichen Verkehrs oder einer Lage in abgelegenen Industriegebieten. Gerade in solchen Fällen ist ein gut durchdachtes Mobilitätsmanagement besonders wichtig. So kann die Geschäftsführung etwa Projekte wie Fahrgemeinschaften mithilfe digitaler Tools organisieren und die Mitarbeitenden aktiv einbinden.

Wichtige Einflussfaktoren für betriebliche Mobilität im Überblick

Der Erfolg betrieblicher Mobilität hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese zentralen Aspekte sollten bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden:

Der Erfolg betrieblicher Mobilität hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese zentralen Aspekte sollten bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden:

Betriebsstandort:

Anbindung: 

Pendeldistanzen und Wohnorte: 

Arbeitszeiten und Schichtmodelle:

Infrastruktur am Unternehmensstandort: 

Anwesenheitspflicht oder Home Office: 

Unterschiedliche Berufsanforderungen: 

Der Standort spielt eine entscheidende Rolle im betrieblichen Mobilitätsmanagement. Er beeinflusst maßgeblich, wie Mitarbeitende zur Arbeit gelangen und welche Verkehrsmittel ihnen dabei zur Verfügung stehen.

Wie gut ein Unternehmen an den öffentlichen Verkehr und das Straßennetz angebunden ist, ist ein ausschlaggebender Faktor. Wenn Bus- und Bahnverbindungen fehlen, dafür aber ein Autobahnknotenpunkt in der Nähe liegt, ist die Anreise mit dem PKW oft die praktischste Lösung. In solchen Fällen lassen sich Fahrgemeinschaften besonders einfach organisieren, vorausgesetzt, die Mitarbeitenden wohnen nicht allzu weit auseinander.

Wenn Mitarbeitende weit verstreut im Umland wohnen, kann eine klassische Fahrgemeinschaft für die Fahrenden schnell mit viel Aufwand verbunden sein. Ein erfolgreiches betriebliches Mobilitätsmanagement berücksichtigt deshalb die genauen Pendeldistanzen und Wohnorte und integriert sie flexibel – etwa bei der Planung von Shuttles oder anderen Mobilitätsangeboten wie Mobilitätsbudgets oder Carsharing von Dienstautos.

Flexible Arbeitszeiten, Schichtdienste und Gleitzeit machen es schwer, eine faire und passende Mobilitätslösung für alle zu finden. Umso wichtiger sind Angebote, die Vielfalt abbilden und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen – etwa durch Mobilitätsbudgets oder flexible Wahlmöglichkeiten.

Die Infrastruktur vor Ort – von der Parkplatzsituation über den Zugang zu Ladesäulen (mehr dazu in unserem Artikel Shared Charging für Unternehmen) bis hin zur Fahrradinfrastruktur und den Radabstellplätzen – ist ein entscheidender Faktor für die Verbesserung der betrieblichen Mobilität.

Home Office hilft, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig erschwert es aber die genaue Erfassung, wie viele Mitarbeitende an einem bestimmten Tag tatsächlich im Büro sind. Eine Anwesenheitspflicht erleichtert die Planung und Organisation der Mobilität vor Ort.

Je nach Tätigkeit können andere Anforderungen gegeben sein. Während Büromitarbeitende zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Unternehmen kommen, müssen Mitarbeitende im Außendienst flexibel mobil sein.

Insgesamt betrachtet sollte dein betriebliches Mobilitätsmanagement stets flexibel an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden. Der Erfolg hängt dabei nicht nur vom Standort ab, sondern auch vom gesamten Unternehmenskontext. Hierzu zählen unterschiedlichste Faktoren wie Pendeldistanzen, Tätigkeitsbereiche, vorhandene Infrastruktur und die Einbindung der Mitarbeitenden in die Mobilitätsvorhaben des Unternehmens.

Stadt vs. Land: Herausforderungen und Mobilitätslösungen

Sowohl die Mobilität in der Stadt als auch die Mobilität auf dem Land stellen betriebliche Manager:innen vor bestimmte Herausforderungen. Einige dieser Anforderungen stellen wir dir hier zusammen mit entsprechenden Mobilitätslösungen vor.

Urbane Mobilität in Städten

In Städten gibt es in der Regel bessere Möglichkeiten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz zu gelangen. Unternehmen können deshalb beispielsweise betrieblich finanzierte Bus- und Bahnfahrkarten in ihr nachhaltiges Mobilitätsmanagement integrieren. Das passt zudem gut zur oft knappen Parkplatzsituation vor Ort. Alternativ lohnt es sich, selbst Infrastruktur für Pendelnde bereitzustellen und durch Fahrgemeinschaften den Bedarf an Parkplätzen zu reduzieren. Besonders für Firmen mit Mitarbeitenden aus dem Umland ist das eine sinnvolle Option. Mitarbeitende, die näher am Arbeitsplatz wohnen, profitieren hingegen oft von Angeboten wie Bike Sharing oder Jobrädern.

Mobilität auf dem Land

Bei der Mobilität auf dem Land besteht eine wesentlich höhere Abhängigkeit vom Auto. Das macht Gemeinschaftslösungen wie Carpools interessant. Bereits heute sind bei vielen ländlichen Betrieben Shuttles oder Ride Sharing Initiativen wie “Ried Rides” in der Stadtgemeinde Ried üblich. Realisiert wurde das Projekt mit der White-Label-Lösung DOMINO von FluidLife.

Nachhaltige betriebliche Mobilität wird hier oft kreativer und mit mehr Mitarbeitendenbeteiligung angegangen. Eine gute Basis dafür ist die Kooperation mit Gemeinden und Verkehrsverbünden. Hierfür können sich Gemeinden an das Regionalmanagement des jeweiligen Bundeslandes wenden, um Unterstützung zu bekommen. 

Praxisnahe Mobilitäts-Lösungsansätze für ländliche und urbane Räume

Mobilitätslösungen sollten sowohl in der Stadt als auch auf dem Land flexibel und praxisnah sein. Es lohnt sich z. B. kaum, bei einem gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr, Home Office und selbstbestimmten Arbeitszeiten Fahrgemeinschaften und Shuttles zu organisieren, die am Ende nicht angenommen werden.

Hier sind einige wichtige Punkte, du du beachten solltest:

Standortübergreifende Maßnahmen

Gerade im ländlichen Raum bilden überregionale Lösungen eine gute Möglichkeit, um das nachhaltige betriebliche Mobilitätsmanagement zu verbessern. Projekte wie Ried Rides haben in diesem Zusammenhang Pionierarbeit geleistet. Dabei schließen sich mehrere Unternehmen in einem Gebiet zusammen, um gemeinsam an Mobilitätslösungen wie Ride Sharing zu arbeiten. 

Daneben sind intelligentes Parkplatzmanagement, Park+Ride-Konzepte in Kooperation mit den Gemeinden und Verkehrsverbünden sowie Mobilitätsbudgets für Fahrrad-Leasing und Taxis vom Bahnhof zur Arbeit interessante Optionen. Viele Unternehmen haben zudem damit begonnen, ihren Fuhrpark in einen Carpool umzuwandeln.

Unternehmensinterne Angebote

Das betriebliche Mobilitätsmanagement kann viel leisten und hat etliche Stellschrauben. Für kurze Wege kannst du z. B. Bike Sharing bzw. eine Fahrradflotte bereitstellen, aus der sich alle Mitarbeitenden bedienen können. Auch der klassische Fuhrpark an Fahrzeugen lässt sich meist effizienter nutzen. Die bestehenden Autos in Poolfahrzeuge zu verwandeln, spart Geld und Verbrauch. Für abgelegene Standorte oder den Schichtwechsel bilden Shuttles relevante Lösungsansätze. Wenn es um die Zukunft von Parken und Parkplätzen in Unternehmen geht, bieten sich intelligente Verwaltungssysteme über Buchungsapps und die Bevorzugung von Fahrgemeinschaften an.

Fokus auf Mobilitätsgerechtigkeit

Nachhaltige betriebliche Mobilität sollte in der Stadt und auf dem Land maximale Inklusion leisten. Achte also darauf, bei allen neuen Lösungen keinen der Mitarbeitenden auszuschließen. Mit Zuschüssen für bestimmte Verkehrsarten wie Bus und Bahn, Mobilitätsbudgets und einer flexiblen Herangehensweise schaffst du im Unternehmen Zugang zu moderner Mobilität für alle.

FluidLife als flexible Lösung für jede Standortrealität

Was heutzutage wirklich bei einem erfolgreichen betrieblichen Mobilitätsmanagement sowohl in der Stadt als auch auf dem Land hilft, sind moderne digitale Lösungen wie FluidLife. Die App ist modular aufgebaut und bietet für jede Standortrealität die passenden Eigenschaften. So organisierst du über FluidLife effektives Ride Sharing, integrierst ein Buchungssystem für Parkplätze und setzt auf Ressourcen-Sharing. Weiterhin sind der ÖV und das Ausstellen von Tickets ebenso Teil der App wie clevere Mobilitätsbudgets mit Anreizsystem. Als offenes System kannst du außerdem dazu beitragen, FluidLife zu erweitern und es somit parallel zu deinem Unternehmen mitwachsen zu lassen.

Fazit: Mobilität muss zum Unternehmen passen – nicht umgekehrt

Erfolgreiches betriebliches Mobilitätsmanagement lebt von Flexibilität. Statt sich auf klassische Schablonen zu verlassen, solltest du deine Lösungen stets an den aktuellen Kontext anpassen. Der Standort allein entscheidet dabei nicht immer – ob Stadt oder Land, unterschiedliche Tätigkeitsbereiche, Berufsgruppen und vorhandene Infrastruktur prägen die Voraussetzungen. Wer zunächst den Status quo erfasst, kann mit FluidLife ein passgenaues Mobilitätsmanagement einführen, welches alle Mitarbeitenden mitnimmt und niemanden ausschließt. 

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